SWITCH 2016

HBKsaar c/o Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna

Mit SWITCH zeigte das Zentrum für internationale Lichtkunst erstmals eine Ausstellung, die danach fragt, welche Rolle die künstlerische Auseinandersetzung mit Licht als Material oder Medium für die Generation der Künstler_innen spielt, die gegenwärtig noch studiert.

Seit 2002 wird im Zentrum für Internationale Lichtkunst eine Sammlung aufgebaut, die ausschließlich Arbeiten umfasst, die Licht als bildnerisches Material nutzen. Die Daueraustellung mit Werken von Christian Boltanski, Olafur Eliasson, Rebecca Horn, Joseph Kosuth, Brigitte Kowanz, Mischa Kuball, Christina Kubisch, Francois Morellet, Keith Sonnier und James Turrell u.a. ist in dem Kellergewölbe einer ehemaligen Brauerei in der Innenstadt von Unna zu sehen. Zusätzlich gibt es Räume für temporäre Projekte wie die Ausstellung DARK u.a. mit Werken von Anthony McCall, Diana Ramaekers, Regine Schumann u.a., die zuletzt dort realisiert wurde.

Die Ausstellug wird gefördert vom xm:lab der HBKsaar und von der Kulturstiftung des Kanton Thurgau.

Künstlerische Leitung: Bettina Pelz
„Die aktuelle künstlerische Auseinandersetzung mit Licht als Medium der Wahrnehmung und der Darstellung ist eng verwoben mit dem kulturgeschichtlichen Wandel, der das Verhältnis zum Bild verändert.“

 

Light Crack and Contour Loss/Düsseldorf 2016
5.0_Raika_Dittmann_SWITCH-Foto-DH
MarionCziba_Twist#02_Detail_01_Unna_2016.
4.1_Daniel_Hausig_SWITCH-Foto-DH
Lichtungen 2015 - Karen Fritz - Photo Daniel Hausig, HBKsaar
Leuchte Oc.
3,0_Martin Fell_SWITCH-Foto-DH
6.0_Nicole_Fleisch_SWITCH-Foto-DH
MariaElenaSchmidt_Fadenscheinig7_SWITCH2016_Unna_JannaDerwahl
2.0_Ingo_Wendt_SWITCH-Foto-DH
1.0_Michael_Voigt_SWITCH_2016-Foto-DH

 

KünstlerInnen

Marion Cziba – Twist
„Neben dem Aspekt von Lichtzeichnung im Raum interessiert mich die sinnlich wahrnehmbare Gleichzeitigkeit von Materialität und Nicht-Materialität.“

Raika Dittmann – chaordisch
„Aus einem Raum, dem Abfluss eines breiten rechteckigen Waschbeckens, entwachsen für den Moment unbeweglich Drähte. Die Drähte, spiralförmig umwunden mit dünnen Kabeln, ziehen sich hin zu ihrem Ziel, eine starr schwebende Lampe. Die Lampe umwandelt, richtet Licht und erfasst durchscheinend ein festes, bewegliches Objekt. Das Objekt nimmt zeichnend dem Raum-Licht Strahlen und gibt der Dunkelheit reflektierend, tastend transformatives Licht. Das Licht umschließt, beendet und beginnt Raum.“ (Installation, Rundgang HBKsaar 2016) Video

Martin Fell – Zimt
„Schreiben, Beschriebendes überschreiben und programmiertes Zeichnen im Raum mit Licht. Das Menschliche, Unperfekte, Individuelle im Unmenschlichem künstlich Maschinellem. Der Lichtstrahl nicht als direkte Berührung, sondern als Vermittler zwischen digitalen und stofflichen Medien.“

Nicole Fleisch – Torsion
„Wenn Skulpturen leuchten, dehnen sie sich in den Raum hinein, der sie umgibt.“

Karen Fritz – Staubsieben
„Ausgangspunkt für meine Arbeit sind atmosphärische Phänomene oder Situationen, die mir in meinem Alltag in einem (meist) städtischen Lebensumfeld begegnen. Diese Phänomene zeichnen sich durch Flüchtigkeit aus, da an Gerüche, Wetterlagen, Körperempfindungen oder auch Lichtsituationen gebunden und wecken bestimmte Erinnerungen, die nicht bewusst steuerbar sind.“

Daniel Hausig – Seitenlicht
„Für mich ist Licht zu allerst ein raumbildendes Medium.“

Ida Kammerloch – Aktstudie
„In der künstlerischen Kreuzung bezwingen Körper und Architektur sich gegenseitig.“

Octavian Mariutiu – Lichtlochkarten

Maria Elena Schmidt – Fadenscheinig
„Ebenso wie der Faden erlaubt das Licht die Dualität von Anwesenheit und Abwesenheit, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in den Blick zu nehmen. Es entstehen Hüllen, die Vorder- und Rückseite oder Innen und Außen nicht trennen, sondern das eine wie auch das andere sichtbar und vorstellbar machen.“

Michael Voigt – Wasser1
„Binaere Maschinen erscheinen als tatsaechlich schwarze Quadrate und bedeuten somit auch Dreiecke, Linien, Punkte, und bieten dadurch ein faszinierendes Spannungsfeld hin zur tatsaechlichen Erfahrung erweiterter als auch speziellerer Aspekte der Welt. Aus einer skultpural geformten Ideenarchitektur abgeleitet bietet sich hiermit die in Automatismen gegossene Auffuehrung als Moment in Folge zur Vermittlung an.“
Für SWITCH bereite ich „delay(o)“ vor, die Giessung einer Licht-Klang-Wahrnehmungsgelegenheit, inspiriert durch die am selben Ort ausgeführte Grundidee von Olafur Eliasson, moduliert mit neuen Akzenten auf Reduktion, praeziser Messung und der einer automatisierten Umgebung automatisch innewohnendem Erinnern. Video

Ingo Wendt – Chronotop
„Farbe und Licht ermöglichen mir wie ein Maler zu arbeiten, aber in viel größeren Dimensionen.“

 

 

SWITCH Links
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