Silberne Frequenz 2017

Piene reloaded N° 2


ERÖFFNUNG 
Montag, 16. Oktober 2017 | 19.30 Uhr
LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster | Domplatz 10, 48143 Münster
Fotos: Daniel Hausig

 

Idee – Konzeptentwicklung – Produktionsplanung – Ausstellung

Schon 1957, im Gründungsjahr des Gruppe „Zero“, hatte Otto Piene die Arbeit „Frequenz“ entwickelt. Es handelt sich um eine Wandarbeit mit einer Rasterstruktur von 825 Punkten in 33 Reihen mit je 25 Punkten, die ein Lichtspiel mit dem silbernen Farbgrund bilden. „Das Licht der Farbe auf Bildern in seinem Scheinen flutet zwischen dem Bild und dem Betrachter und erfüllt den Raum, der zwischen ihnen liegt.“, beschrieb sie Otto Piene.
[Piene, Otto: Über die Reinheit des Lichts“. In: ZERO 2, Oktober 1958, Seite 27].

Piene, Otto - Silberne Frequenz. LWL Münster 2015. Photo Lightlife
Piene, Otto - Silberne Frequenz. LWL Münster 2015. Photo Lightlife (2)
Piene, Otto - Silberne Frequenz. LWL Münster 2015. Photo Lightlife (3)
Piene, Otto - Silberne Frequenz. LWL Münster 2015. Photo LWL (4)
Piene, Otto - Silberne Frequenz. LWL Münster 2015. Photo LWL, Deiters-Kreul
Piene, Otto - Silberne Frequenz. LWL Münster 2015. Photo LWL (2)
Piene, Otto - Silberne Frequenz. LWL Münster 2015. Photo LWL (3)
Piene, Otto - Silberne Frequenz. LWL Münster 2015. Photo LWL
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Piene, Otto - Silberne Frequenz. LWL Münster 2015. Photo LWL (vorher)

In den 1960er Jahren hatte Piene seine ersten Lichtmaschinen und Rauminstallationen realisiert, darunter die „Corona Borealis“ (1965) und der „Weiße Lichtgeist“ (1966). Aus diesen Arbeiten heraus entstanden erste Aufträge, so auch die Fassadengestaltung des Erweiterungsneubaus des Westfälischen Landesmuseums mit 639 Lichtpunkten. 1972 wurde die „Silberne Frequenz“ an der Fassade des Erweiterungsbaus des Landesmuseums Münster eingeweiht, 2014/2015 wurde sie in Zusammenarbeit mit dem Künstler überarbeitet. In der aktuellen Fassung ist die „Silberne Frequenz“ ist eine niedrig-auflösende Matrix mit 420 Lichtbildpunkten (30×14), die einzeln digital gesteuert werden können. In einer Zeit, in der die Menge der möglichen Bildpunkte in einem Display sich rasant erhöht, lässt sich in der künstlerischen Auseinandersetzung mit der „Silbernen Frequenz“ erkunden, wie sich ein Bild verhält, wenn die im eingelagerten Informationen immer weiter abstrahiert werden und auf Farbe, Form und Bewegung als kompositorisches Material reduziert werden.

 

TeilnehmerInnen   Mert Akbal | Nicole Fleisch | Echo Hui | Lukas Jochum | Octavian Mariutiu | Anais Nisimov | Michael Schmitz | Voitenko Oleksii | David Rohner | Simone Stengel | Michael Voigt

Künstlerische Leitung   Daniel Hausig und Ingo Wendt